Wir trauern um Gerhard Pfeiffer

Vor wenigen Tagen verstarb unser lieber Freund und Triathlonkollege Gerhard Pfeiffer.
Es ist uns ein Anliegen, dass wir ihm hier ein paar Zeilen widmen, damit Gerhard uns in Erinnerung bleibt.
Lange bevor die Triathlonabteilung des SC Wiesbaden gegründet wurde, war Gerhard schon sportlich unterwegs. Über eine Vielzahl von Marathon- und Ultraläufen kam er wie viele andere auch zum Triathlon. Über viele Jahre war Gerhard morgens der erste, der die Schwimmhalle betrat. Er gehörte praktisch zum Inventar und hatte sogar einen Schlüssel – heute gar nicht mehr vorstellbar! Viele werden sich noch daran erinnern können – sein Platz auf seiner Bahn war wie eingemeißelt.

Ich kann mich z.B. noch gut an das Jahr 2010 erinnern, das Jahr, an dem die SCW Triathleten anfingen ihre ersten Trainingseinheiten abzuspulen. In diesem Jahr 2010 fand zum 4. Mal der „Ironman Germany 70.3“ hier in Wiesbaden statt – 2007 gab es die Ironman Premiere hier in der Landeshauptstadt.
In der AK 60 gewann Gerhard damals in einer Zeit von unter 6 Stunden! Nun ja werden mansche sagen, nicht schlecht, aber ich darf daran erinnern, dass wir es damals mit über 1500 HM zu tun hatten. Ab diesem Zeitpunkt konnte sich Gerhard mit dem inoffiziellen Titel eines Europameisters schmücken, da der 70.3 in Wiesbaden als European Championship betitelt war.
Zur Siegerehrung fanden sich damals klangvolle Namen – Michael Raelert (Sieger), Sebastian Kienle (Zweiter). Auch Uwe Widmann (Platz 10) war unter den Top Ten zu finden! Bei den Frauen gewann damals wie so häufig in dieser Zeit Yvonne van Vlerken. Hinzu kam, dass mit Gustav Förster, ein guter Freund von Gerhard und weiterer SCW Athlet die AK 55 gewonnen hatte! Kein Wunder also, dass mit solchen „Vorreitern“ eine Triathlonabteilung im SCW entstehen musste!

Leider hat dann irgendwann das Schicksal knallhart zugeschlagen. Bei einer Trainingsausfahrt auf dem MTB verunglückte Gerhard sehr schwer und wurde zum Pflegefall. Für jemanden, dessen Leben aus Sport und Bewegung bestand natürlich der Horror schlechthin. Von einem auf den anderen Tag war es passiert – nicht mehr mit ihm sprechen – kein Plausch mehr am Beckenrand – nichts!
Dennoch bin ich mir sicher, wenn Gerhard es gekonnt hätte, dann hätte er uns gesagt, dass wir jeden Tag in vollen Zügen genießen- und vor allem weiter Spaß am Sport haben sollen!
Er selbst hat sein Schicksal so angenommen wie es gekommen ist und weiter immer das positive gesehen – so hat es mir seine Tochter berichtet. Diesen letzten Weg, oder besser gesagt diesen letzten härtesten Ironman ist er mit Bravour gegangen!

Vor einigen Tagen wurde unser lieber Freund Gerhard Pfeiffer von Gott zu sich gerufen. Es tut sehr weh, aber wir hoffen, dass es Gerhard dort, wo er jetzt ist, wieder richtig gut geht.

Wir möchten seiner Frau, der Familie und den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl zum Ausdruck bringen und wünschen viel Kraft, aber auch viel Zuversicht für die Zukunft.

Gerhard Pfeiffer war für uns ein sportliches Vorbild und wir werden ihn nicht vergessen!

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