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Dezember 2018

War das schön, die letzten Monate, einfach mal nichts tun 🙂 Nach dem 70.3 war erstmal Urlaub und Nichtstun angesagt. Es waren zwar keine Monate, aber immerhin ein paar Wochen. Anfangs konnte ich es mir nicht vorstellen, so ganz auf das Training zu verzichten, aber nach einer Weile war es wirklich angenehm, und etwas Bewegung gab ja ohnehin, beispielsweise Wandern. Der Körper kam zur Ruhe, die Gedanken drehten sich mal nicht um den Triathlon, und die Vorfreude auf neue TrainingsplĂ€ne wuchs. Leider kĂ€mpfe ich noch immer mit einer Fußverletzung, aber es geht voran, zwar in kleinen Schritten, aber die Ärzte machen Mut. Die Verletzung fĂŒhrte dazu, dass ein neuer Posten den Weg in den Trainingsplan fand: Aqua-Jogging. Naja, eine Traumsportart ist es nicht gerade, aber nach GesprĂ€chen mit erfolgreichen Leistungssportlern hatte ich keine Argumente dagegen, so dass ich mir den GĂŒrtel umschnallte und ins Wasser stieg. FĂŒr den Kopf ist es ungewohnt, eine zĂŒgige Laufbewegung auszufĂŒhren, wĂ€hrend man gerade von langsam schwimmenden Leuten ĂŒberholt wird. Hin und wieder gab es mal einen mitleidigen Blick in meine Richtung, aber auch sehr viel Zuspruch von jĂŒngeren Leuten, die teils neugierig waren, oder aber auch selbst die gleiche Phase durchlaufen haben. Das Radtraining hat sich wieder auf die Rolle zuhause verlagert, da geht es darum, eine ordentliche Basis fĂŒr den FrĂŒhling zu bauen. Beim Schwimmen haben wir schon eine Weile keinen Test mehr gemacht, aber Markus lĂ€sst mich immer wieder mal lĂ€ngere Strecken schwimmen, und die Zwischenzeiten zeigen recht deutlich, dass es einen Leistungssprung gab. Liegt auch teils daran, dass das Stabi-Training viel spezifischer geworden ist, und ich nun ganz gezielt an bestimmten Muskelgruppen arbeite.

 

 

Ironman 70.3 in Gdynia / Polen

Im August war ich beim Ironman 70.3 in Gdynia am Start. Die 1.9km schwamm ich im Meer in etwas mehr als 32min. Hatte zwar gehofft etwas schneller zu sein, doch das Schwimmen im Meer ist etwas anderes als im See, insbesondere weiter draußen gab es deutlich mehr Wellen, und die Strömungen sind auch nicht zu unterschĂ€tzen. Bin auch etwas Mist zusammengeschwommen, was Teils der Tatsache geschuldet ist, dass ich eine recht starke HornhautverkrĂŒmmung habe und mich ohne optische Sehhilfe nur schwierig orientieren kann. Blöd wenn die Bojen und Kanus gelb sind: Aus mittlerer Entfernung sind diese fĂŒr mich nicht zu unterscheiden.

Das Schwimmen war dennoch im Rahmen. Auf der Radstrecke passierte in der ersten Stunde nicht viel, die Beine wollten nicht, fĂŒhlten sich schon am Vortag bei einer kurzen Testfahrt recht schwer an. Lag vielleicht an der langen Anreise, vielleicht zu viel auf den Beinen gewesen an den Tagen davor. Jedenfalls war der Schnitt der ersten Stunde, auch unter BerĂŒcksichtigung des langen Anstiegs, nicht sehr berauschend. Seltsamerweise Ă€nderte es sich plötzlich, so dass ich viele Fahrer, die mich anfangs ĂŒberholten, wieder kassierte. Je lĂ€nger ich auf dem Rad war, desto schneller wurde ich. Das letzte Drittel der Radstrecke war mit Abstand das schnellste, trotz strömenden Regens. Fairerweise muss man dazu sagen, dass am Ende auch eine lĂ€ngere Abfahrt anstand, allerdings im Platzregen mit vielen StĂŒrzen vor und hinter mir, und auch die Profis konnten sich bei noch trockener Strecke kaum bzw. gar nicht steigern im letzten Drittel. Viele Triathleten nehmen es nicht besonders ernst, wenn ich oft an der Fahrtechnik arbeite und Stunden damit verbringe, an der Radbeherrschung zu feilen. Es fĂŒhrte aber dazu, dass ich im Platzregen dennoch die Geschwindigkeit vergleichsweise hochhalten konnte, auch in den Kurven, ohne einen Sturz zu riskieren. Unter Strich blieb die Radzeit bei 2h und 46min stehen. 

PĂŒnktlich zum Lauf war der Regen vorbei, es kam sogar die Sonne hinter den Wolken hervor. Ans Laufen hatte ich keine hohen Erwartungen, immerhin war ich die Monate davor verletzt, und es war nicht Mal sicher, ob ich die Strecke durchlaufen könnte. Um es kurz zu machen, es lief besser als erwartet, hatte zwar leichte Schmerzen, aber das grĂ¶ĂŸere Problem war doch das mangelnde Training und die ErmĂŒdung der Beinmuskulatur. Die Laufzeit betrug 1h und 55min, was in Anbetracht der Tatsachen absolut zufriedenstellend ist, doch hĂ€tte ich mir eine deutlich schnellere Zeit gewĂŒnscht.

Inklusive der Wechselzeiten kam ich nach 5h und 22min ins Ziel, meine neue persönliche Bestzeit auf dieser Distanz. Ich bin davon ĂŒberzeugt, ohne die Verletzungen in der Vorbereitung, die 5h-Marke zu unterbieten. Naja, habe somit ein Ziel fĂŒr das nĂ€chste Mal 🙂

 

 

August 2018

Was macht ein Triathlet, wenn er verletzt ist? Er trainiert 🙂 Leider ist genau das eingetreten, was ich mir am wenigsten gewĂŒnscht habe: zwei Verletzungen. Dies fĂŒhrte dazu, dass das Lauftraining teils komplett ausgesetzt wurde, dafĂŒr aber insbesondere das Schwimmtraining intensiviert wurde, so dass ich auch zeitweise fĂŒnf Tage die Woche im Wasser war. Anne und Markus haben sehr spontan das Training entsprechend um geplant, und die Einheiten eben so gestaltet, dass das Bein entlastet wird. So blöd eine solche Verletzung auch ist, beim Triathlon hat man noch zwei weitere Disziplinen an denen man feilen kann, sofern es die Verletzung zulĂ€sst. Nach und nach konnte ich auch in das Radtraining einsteigen und die Einheiten langsam steigern. Sicher ist es noch immer Ă€rgerlich, dass ich der gewĂŒnschten Laufform weit hinterher hĂ€nge, aber die Ergebnisse im Schwimmen und Radfahren stimmen mich dennoch positiv fĂŒr das nĂ€chste Jahr. Wenn ich an die letzten Wochen zurĂŒckdenke, so gab es einige fĂŒr mich sehr bedeutende Erlebnisse. Denn in einem der vorherigen BeitrĂ€ge erwĂ€hnte ich bereits, dass diese kleinen LeistungszuwĂ€chse im Training, die VerĂ€nderungen des Körpers, mich sehr motivieren. Ein Beispiel wĂ€re die Swimnight im Langener Waldsee, als ich ohne große Erwartungen mit einem Leih-Neo ins Wasser stieg und zwei große Runden Ă  1.5km in unter 51min geschwommen bin, was auf die Ironman-Distanz von 3.8km eine Zeit von ca. 1:04 ergeben wurde. Als ich aus dem Wasser stieg und auf die Uhr schaute war ich baff und stolz zugleich. Dass ich schon diesen Sommer diese Zeit schwimmen wĂŒrde, damit habe ich nicht gerechnet!

Die Sommermonate Juni und Juli waren von ziemlich intensiven Trainingswochen geprĂ€gt, denn im August stand der Hauptwettkampf an, eine Halbdistanz mit Schwimmen im Meer. RegelmĂ€ĂŸig erkundigte sich Anne nach meinem Befinden, so dass sie stets im Bilde war, wo ich gerade stehe und was verletzungsbedingt möglich ist und entsprechend die Trainings-PlĂ€ne fĂŒr den Wettkampf gestaltete. Um es vorwegzunehmen, den Ironman 70.3 beendete ich in 5:22, was in Anbetracht der begrenzten Laufform absolut in Ordnung geht. Obwohl ich in den letzten Monaten keinen einzigen langen Lauf absolvieren konnte, konnte ich dennoch den gesamten Halbmarathon durchlaufen, zwar in keiner besonders guten Zeit, aber immerhin.

Den umfassenden Rennbericht, der auch wettermĂ€ĂŸig viel Abwechslung bot, gibt es im nĂ€chsten Blog-Beitrag.

 

April 2018

Über die letzten Wochen gibt es nicht besonders viel zu erzĂ€hlen. Nach vier, vor allem gegen Ende ermĂŒdenden, Belastungswochen stand eine ruhige Entlastungswoche an, die ich nutzte um Urlaub zu machen und zu verreisen. Kurz auf den Urlaub folgte eine ErkĂ€ltung, die zu einer Trainingspause fĂŒhrte. Nun bin ich dabei, den RĂŒckstand wieder aufzuholen. HĂ€tte nicht gedacht, dass sich eine ErkĂ€ltung so deutlich auf die Trainingsergebnisse auswirken wĂŒrde. Vor allem war es bisher so, dass mich die Fortschritte beim Training Ă€ußerst stark motivierten. Es war eine riesige Freude rauszugehen und zu erleben, wie der Körper die Reize der vergangenen Wochen umgesetzt hatte. Nun habe ich gemerkt, dass ein RĂŒckschritt durch die ErkĂ€ltung, genauso motivierend ist 🙂 Ich weiß ja was ich leisten konnte, und freue mich bei jeder Trainingseinheit darauf, diesem Niveau wieder etwas nĂ€her zu kommen.

Generell ist es sehr spannend zu beobachten, welche VerĂ€nderungen das Training mit sich bringt. Der gesamte Körperbau verĂ€ndert sich, Körperfettanteil sinkt auf ein Minimum, Muskeln kommen hinzu, und das Wohlbefinden ist auf einem ganz anderen Niveau. Aber auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist eine andere, die FĂŒhler fĂŒr das, was im Körper passiert, sind viel sensibler ausgeprĂ€gt. Was das Essen betrifft, so habe ich inzwischen Lust auf ganz andere Lebensmittel als noch vor wenigen Monaten. Auch merke ich viel deutlicher, was der Körper benötigt und was ich besser meiden sollte. NatĂŒrlich esse ich auch gelegentlich Pommes, gelegentlich, nur wenn ich Lust darauf habe, und das ist eher selten. Meinen Tag starte ich ernĂ€hrungsseitig inzwischen mit Shakes, die sehr schnell zubereitet, nahrhaft und lecker sind. Je nach Lust und Laune sind darin Bananen, Avocados, Beeren, NĂŒsse, Samen und Haferflocken enthalten. Und etwas Honig von meinen Bienen 🙂 FĂŒr mich persönlich die optimale Grundlage fĂŒr einen erfolgreichen Trainingstag.

 

Februar 2018

Am Sonntag standen im Laufprogramm unter anderem 30min bei 85% der maximalen Herzfrequenz auf dem Programm. Wenn ich auf die Uhr schaue, bin ich noch immer etwas baff, welche Zeiten ich laufe. Erinnere mich gerne an das erste GesprĂ€ch mit Anne und Markus, und was es fĂŒr mich heißt, ‚schnell‘ zu sein. Naja, fĂŒr einen der bisher 1:58 als Bestzeit fĂŒr einen Halbmarathon stehen hat, ist schon eine 1:45 schnell. Eine Zeit unter 1:40 war gedanklich so weit weg, dass ich das als Ziel fĂŒr 2019 nannte. Anne grinste 🙂 Um mal paar Zahlen zu nennen: Am Sonntag lief ich in 30min bei 85% max.HF fast 6.8km, was einem Schnitt von 4:25 pro Kilometer entspricht. Ich war auch nicht besonders ausgeruht, am Samstag lief ich acht Kilometer, am Freitag 16 Kilometer. Grob hochgerechnet sollte derzeit eine Zeit unter 1:35 auf den Halbmarathon möglich sein. Beim 10km-Test ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die 40min-Marke fĂ€llt. Mit solch einem Leistungssprung habe ich nicht gerechnet, bei weitem nicht. Sicher sind die Zeiten der Lohn fĂŒr die MĂŒhen im Training, auch mal spĂ€t abends in die Nacht laufen zu gehen. Oder bei Regen. Oft bin ich abends der letzte auf der Bahn, der noch seine Runden dreht. Habe jedoch nicht das GefĂŒhl, dass die LaufplĂ€ne besonders hart wĂ€ren. Sicher ist auch mal die ein oder schmerzhafte Einheit dabei, das gehört dazu. Kenne allerdings zahlreiche LĂ€ufer, deren wöchentliches Pensum weitaus höher ist. So viel schneller sind sie aber auch nicht, und inzwischen freue ich mich riesig darauf, schon bald in deren Liga vorzustoßen 🙂

 

Januar 2018

Die Lavainsel Lanzarote war der perfekte Start in das neue Jahr: Sonne, angenehme Temperaturen, und damit das Training nicht zu locker wird, Wind aus allen Richtungen. So könnte man das Trainingslager auf Lanzarote kurz zusammenfassen. Aber es gibt viel mehr zu erzĂ€hlen. Wo fĂ€ngt man da am besten an? FĂŒr diejenigen, die noch nicht vor Ort waren, sei kurz gesagt dass Lanzarote eine recht kleine Insel ist (213km KĂŒste) und man Schatten unter BĂ€umen vergeblich sucht, einfach weil es so gut wie keine BĂ€ume gibt. Überall schwarzes Lava-Gestein, StrĂ€ucher, BĂŒsche und Kakteen.

Wir waren im Club La Santa untergebracht, einer Anlage die auf die BedĂŒrfnisse von Sportlern ausgerichtet ist. Es gibt mehrere Schwimmbecken mit 50m-Bahnen, eine Leichtathletik-Anlage, Kraftraum mit LaufbĂ€ndern und Ruderergometern, Verleih von RennrĂ€dern und MTBs, zahlreiche SportplĂ€tze, Kurse, … Wenn man ĂŒber die Anlage geht, sieht man ĂŒberall Menschen beim Sport, das ist sehr ansteckend.

Wir nutzten die Zeit in erster Linie um an den Grundlagen zu arbeiten. So standen zahlreiche Ausfahrten auf dem Rennrad an. Unsere Königsetappe fĂŒhrte grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒber die Radstrecke des Ironman Lanzarote, auf der wir 155km mit knapp 2600 Höhenmetern zurĂŒcklegten. Anschließend noch in den Pool, paar lockere Bahnen ziehen, a Traum!! Wie bereits erwĂ€hnt, es gibt fast immer Wind, und gefĂŒhlt stets von vorn, selbst wenn es bergauf geht.

Ein Highlight waren die Schwimmeinheiten mit Jenny Mensing, 18fache deutsche Meisterin und Europameisterin. Es ist sehr beeindruckend, sie beim RĂŒckenschwimmen zu sehen, Eleganz und Vortrieb in Perfektion. Die erste Schwimmstunde mit ihr nutzen wir, um an Nuancen unserer Kraultechnik zu arbeiten. Und es waren wirklich Nuancen. Da haben die Trainer Markus und Anne erstklassige Arbeit geleistet. Wenn man den Vergleich auf Video zum letzten Herbst sieht, es sind Welten, es sieht einfach elegant und flĂŒssig aus. Da darf man als Athlet auch stolz darauf sein 🙂

Die zweite Einheit mit Jenny diente dazu, uns das RĂŒckenschwimmen nĂ€her zu bringen. Naja, ganz so schön wie das Kraulschwimmen sieht es noch immer nicht aus, dafĂŒr schwimmen wir diese Disziplin einfach zu wenig. Aber das Training hat richtig viel Spaß gemacht, wir alle hatten viel zu lachen.

Vielleicht sollte ich auch erwĂ€hnen, dass vor Ort zahlreiche Profis anzutreffen sind. Sei es beim Laufen, Radfahren, AusĂŒben einer anderen Sportart oder einfach auf dem GelĂ€nde beim Entspannen (ja, auch Profis machen Pausen).

Auch wenn das Trainingslager körperlich anstrengend ist, fĂŒr den Kopf ist es Erholung pur. Man musste nicht zusehen, wie man nach dem Training schnell zur Arbeit kommt, oder sich die dafĂŒr notwendige Zeit freischaufelt. Die Zeit fĂŒr Sport war einfach da 🙂

 

 

Dezember 2017

Auch wir von der Trainerseite möchten einen kurzen Zwischenstand zu unserem SchĂŒtzling Jurek abgeben. Wenn man es genau nimmt, sind ja erst wenige Wochen mit gemeinsamem Training vergangen. Von daher kann und sollte man noch keine zu großen SchlĂŒsse ĂŒber den Leistungsstand abgeben. Tatsache aber ist, dass Jurek eine so positive Lebens- und Trainingseinstellung hat, dass der Trainer eher als Bremse fungiert statt als Motivator. Jurek ist das Paradebeispiel fĂŒr einen Sportler. Die Faktoren Kopf, Hand und Bauch sind einfach stimmig und somit machen das Training und die Vorbereitung auf das was da kommt halt nun mal Spaß – so einfach ist das!

1500m Test 12.12.17

Etwas zur aktuellen Trainingssituation: Was das lĂ€uferische angeht ist mittlerweile eine deutliche Verbesserung sichtbar, wobei wir hier die Entwicklung im FrĂŒhjahr etwas abwarten mĂŒssen. Entweder wird Jurek ein „guter LĂ€ufer“, oder er wird richtig schnell und das auch ĂŒber eine lange Distanz – warten wir mal ab!

Beim Schwimmen lĂ€uft es aktuell ganz gut, wobei auch hier noch ein bisschen der „Rums“ rein muss. Was das genau bedeutet besprechen wir mal lieber mit Jurek persönlich 😉 Bei seinem aktuell ersten 30 Min. Test Anfang der Woche erzielte Jurek eine Distanz von genau 1730 m – das kann sich durchaus schon sehen lassen.

Im Januar besucht Jurek mit uns als WechselZone ein elftÀgiges Trainingslager auf Lanzarote, wo wir bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen weiter an den Grundlagen arbeiten werden.

Also – alles in allem lĂ€uft es rund. Wir bleiben dran!

 

 

Dezember 2017

Der Winter ist da
FĂŒr einen Großteil der Menschen hat die ruhige und besinnliche Adventszeit begonnen, fĂŒr uns geht die Arbeit an den Grundlagen weiter. Die letzten Wochen haben wir genutzt um die Technik beim Schwimmen weiter zu optimieren und beim Laufen die Körperspannung aufzubauen. Das Radtraining findet nun zuhause auf der Rolle statt, was teils recht monoton sein kann so ohne Fahrtwind, Kurven und andere Radfahrer, andererseits aber sehr effektiv ist, da man nicht durch Ampeln und Verkehr unterbrochen wird. Die Steuerung des Radtrainings, insbesondere im demnĂ€chst anstehenden Trainingslager auf Lanzarote, erfolgt auf Basis der vor zwei Wochen durchgefĂŒhrten Spiroergometrie beim Kardiologen. Das war insbesondere am Anfang sehr ungewohnt, mit einer Maske ĂŒberm Gesicht Rad zu fahren. Vor allem wenn es kurz im Gesicht juckt, hat man keine Möglichkeit sich zu kratzen. Von den zahlreichen Zahlen und Auswertungen war ich erstmal erschlagen, doch der Arzt attestierte mir eine exzellente körperliche LeistungsfĂ€higkeit und zeigte mir die wichtigsten Parameter auf. Insbesondere die relativen Werte (auf mein Körpergewicht bezogen) sind auf einem sehr guten Niveau und eine optimale Ausgangslage fĂŒr die nĂ€chsten Monate. Im Wasser steht nun der erste 30min-Test an und ich kann noch nicht so richtig einschĂ€tzen, was möglich ist. Ich weiß aber auch nicht, was Markus erwartet. Er hat sicher paar Zahlen im Kopf, macht ja stĂ€ndig Notizen, und ich hoffe die Erwartungen zu erfĂŒllen. Auch wenn es um nichts geht, man möchte doch bestmöglich dastehen. Vielleicht gelingt es, ihn positiv zu ĂŒberraschen 🙂

 

Oktober 2017

Liebe Blog Interessenten,

ein weiterer Athlet stĂ¶ĂŸt hier im Blog hinzu. Es handelt sich um Jurek Janiszewski, ein junger Mann aus Wiesbaden, der sich in den nĂ€chsten beiden Jahren u.a. damit beschĂ€ftigt, sich auf den Ironman in Frankfurt im Jahr 2019 vorzubereiten.

Wir als WechselZone können nach kurzer Zeit schon sagen, einen wirklich sehr sympathischen Typen kennengelernt zu haben und darum begleiten wir ihn auch wirklich sehr gerne hier in unserem Blog. Die Unterhaltung bei Jurek kommt sicher nicht zu kurz – viel Spaß dabei!
Wir wĂŒnschen Jurek auf seinem Weg alles Gute, viel Erfolg – wir werden Dich richtig rannehmen – alles wird gut!
Nachfolgend der erste Beitrag von Jurek

 

Projekt Ironman 2019 – Der Anfang

An einem verregneten Morgen fing mein Projekt Ironman 2019 an, ich traf mich mit Anne und Markus in einem Wiesbadener CafĂ©, und ihr Töchterchen Malou war auch dabei. Allzu viel muss ich dazu nicht sagen, es hat auf Anhieb gepasst, ein supersympathisches Team, ich fĂŒhlte mich wirklich wohl. Recht schnell waren die Rahmenbedingungen, Ziele und weiteren Schritte abgesteckt. Der Umfang dessen, was mir ‚WechselZone‘ bietet, ĂŒbersteigt meine Erwartungen bei weitem. Ich dachte in erster Linie an TrainingsplĂ€ne, vielleicht ein paar gemeinsame Trainings-Einheiten. Von wegen! Von Anfang an liegt der Fokus auf Einzelstunden und einer sehr intensiven Betreuung, dazu aber gleich mehr.

Es folgte eine Untersuchung beim Kardiologen (die ist Pflicht) und die ersten Schwimmeinheiten, inklusive Videoaufnahmen, TechnikĂŒbungen fĂŒr das WassergefĂŒhl und einem 400m-Test. Zwei mal die Woche bin ich nun im Wasser, ich habe eine Bahn fĂŒr mich alleine (!), dazu Markus als Trainer, der nur fĂŒr mich da ist und nur selten den Blick abwendet. Inzwischen haben wir den zweiten 400m-Test hinter uns gebracht und bereits jetzt schwimme ich eine Minute schneller als noch vor wenigen Wochen. Das hĂ€tte ich nicht gedacht.

Gestern waren wir gemeinsam auf der Lauf-Bahn, ein 10km-Test stand auf dem Programm. Die Zeit war aber nicht das Entscheidende, es wurden in meinem Laufstil Baustellen identifiziert, von denen ich nicht mal ahnte, dass diese existieren. Es ist eben doch ein Unterschied, ob man einfach so fĂŒr sich etwas laufen geht, oder das ganze professionell angeht. In den nĂ€chsten Wochen bzw. Monaten wird es also nicht darum gehen, einfach LaufplĂ€ne abzuarbeiten, sondern an der Technik zu feilen, Körperspannung aufzubauen, und das Ganze unter regelmĂ€ĂŸiger Kontrolle von Anne und Markus.

Ich bin gespannt auf die nĂ€chste Zeit. Bisher habe ich Sport gemacht aus Freude draußen zu sein, mich zu bewegen, den Wind zu spĂŒren. Nachdem ich einige WettkĂ€mpfe absolvierte, allerdings ohne großen Anspruch auf eine schnelle Zielzeit, hat mich nun der Ehrgeiz gepackt, möglichst weit nach vorne zu kommen. Bisher war es nĂ€mlich so, dass man in den Ergebnislisten meinen Namen am schnellsten fand, wenn man diese von hinten durchgegangen ist. Das wird sich nun Ă€ndern, und ich werde diesen Blog hier nutzen, um regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die Fortschritte und RĂŒckschlĂ€ge (hoffentlich nicht) zu berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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