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April 2018

Über die letzten Wochen gibt es nicht besonders viel zu erzählen. Nach vier, vor allem gegen Ende ermüdenden, Belastungswochen stand eine ruhige Entlastungswoche an, die ich nutzte um Urlaub zu machen und zu verreisen. Kurz auf den Urlaub folgte eine Erkältung, die zu einer Trainingspause führte. Nun bin ich dabei, den Rückstand wieder aufzuholen. Hätte nicht gedacht, dass sich eine Erkältung so deutlich auf die Trainingsergebnisse auswirken würde. Vor allem war es bisher so, dass mich die Fortschritte beim Training äußerst stark motivierten. Es war eine riesige Freude rauszugehen und zu erleben, wie der Körper die Reize der vergangenen Wochen umgesetzt hatte. Nun habe ich gemerkt, dass ein Rückschritt durch die Erkältung, genauso motivierend ist 🙂 Ich weiß ja was ich leisten konnte, und freue mich bei jeder Trainingseinheit darauf, diesem Niveau wieder etwas näher zu kommen.

Generell ist es sehr spannend zu beobachten, welche Veränderungen das Training mit sich bringt. Der gesamte Körperbau verändert sich, Körperfettanteil sinkt auf ein Minimum, Muskeln kommen hinzu, und das Wohlbefinden ist auf einem ganz anderen Niveau. Aber auch die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist eine andere, die Fühler für das, was im Körper passiert, sind viel sensibler ausgeprägt. Was das Essen betrifft, so habe ich inzwischen Lust auf ganz andere Lebensmittel als noch vor wenigen Monaten. Auch merke ich viel deutlicher, was der Körper benötigt und was ich besser meiden sollte. Natürlich esse ich auch gelegentlich Pommes, gelegentlich, nur wenn ich Lust darauf habe, und das ist eher selten. Meinen Tag starte ich ernährungsseitig inzwischen mit Shakes, die sehr schnell zubereitet, nahrhaft und lecker sind. Je nach Lust und Laune sind darin Bananen, Avocados, Beeren, Nüsse, Samen und Haferflocken enthalten. Und etwas Honig von meinen Bienen 🙂 Für mich persönlich die optimale Grundlage für einen erfolgreichen Trainingstag.

 

Februar 2018

Am Sonntag standen im Laufprogramm unter anderem 30min bei 85% der maximalen Herzfrequenz auf dem Programm. Wenn ich auf die Uhr schaue, bin ich noch immer etwas baff, welche Zeiten ich laufe. Erinnere mich gerne an das erste Gespräch mit Anne und Markus, und was es für mich heißt, ‚schnell‘ zu sein. Naja, für einen der bisher 1:58 als Bestzeit für einen Halbmarathon stehen hat, ist schon eine 1:45 schnell. Eine Zeit unter 1:40 war gedanklich so weit weg, dass ich das als Ziel für 2019 nannte. Anne grinste 🙂 Um mal paar Zahlen zu nennen: Am Sonntag lief ich in 30min bei 85% max.HF fast 6.8km, was einem Schnitt von 4:25 pro Kilometer entspricht. Ich war auch nicht besonders ausgeruht, am Samstag lief ich acht Kilometer, am Freitag 16 Kilometer. Grob hochgerechnet sollte derzeit eine Zeit unter 1:35 auf den Halbmarathon möglich sein. Beim 10km-Test ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die 40min-Marke fällt. Mit solch einem Leistungssprung habe ich nicht gerechnet, bei weitem nicht. Sicher sind die Zeiten der Lohn für die Mühen im Training, auch mal spät abends in die Nacht laufen zu gehen. Oder bei Regen. Oft bin ich abends der letzte auf der Bahn, der noch seine Runden dreht. Habe jedoch nicht das Gefühl, dass die Laufpläne besonders hart wären. Sicher ist auch mal die ein oder schmerzhafte Einheit dabei, das gehört dazu. Kenne allerdings zahlreiche Läufer, deren wöchentliches Pensum weitaus höher ist. So viel schneller sind sie aber auch nicht, und inzwischen freue ich mich riesig darauf, schon bald in deren Liga vorzustoßen 🙂

 

Januar 2018

Die Lavainsel Lanzarote war der perfekte Start in das neue Jahr: Sonne, angenehme Temperaturen, und damit das Training nicht zu locker wird, Wind aus allen Richtungen. So könnte man das Trainingslager auf Lanzarote kurz zusammenfassen. Aber es gibt viel mehr zu erzählen. Wo fängt man da am besten an? Für diejenigen, die noch nicht vor Ort waren, sei kurz gesagt dass Lanzarote eine recht kleine Insel ist (213km Küste) und man Schatten unter Bäumen vergeblich sucht, einfach weil es so gut wie keine Bäume gibt. Überall schwarzes Lava-Gestein, Sträucher, Büsche und Kakteen.

Wir waren im Club La Santa untergebracht, einer Anlage die auf die Bedürfnisse von Sportlern ausgerichtet ist. Es gibt mehrere Schwimmbecken mit 50m-Bahnen, eine Leichtathletik-Anlage, Kraftraum mit Laufbändern und Ruderergometern, Verleih von Rennrädern und MTBs, zahlreiche Sportplätze, Kurse, … Wenn man über die Anlage geht, sieht man überall Menschen beim Sport, das ist sehr ansteckend.

Wir nutzten die Zeit in erster Linie um an den Grundlagen zu arbeiten. So standen zahlreiche Ausfahrten auf dem Rennrad an. Unsere Königsetappe führte größtenteils über die Radstrecke des Ironman Lanzarote, auf der wir 155km mit knapp 2600 Höhenmetern zurücklegten. Anschließend noch in den Pool, paar lockere Bahnen ziehen, a Traum!! Wie bereits erwähnt, es gibt fast immer Wind, und gefühlt stets von vorn, selbst wenn es bergauf geht.

Ein Highlight waren die Schwimmeinheiten mit Jenny Mensing, 18fache deutsche Meisterin und Europameisterin. Es ist sehr beeindruckend, sie beim Rückenschwimmen zu sehen, Eleganz und Vortrieb in Perfektion. Die erste Schwimmstunde mit ihr nutzen wir, um an Nuancen unserer Kraultechnik zu arbeiten. Und es waren wirklich Nuancen. Da haben die Trainer Markus und Anne erstklassige Arbeit geleistet. Wenn man den Vergleich auf Video zum letzten Herbst sieht, es sind Welten, es sieht einfach elegant und flüssig aus. Da darf man als Athlet auch stolz darauf sein 🙂

Die zweite Einheit mit Jenny diente dazu, uns das Rückenschwimmen näher zu bringen. Naja, ganz so schön wie das Kraulschwimmen sieht es noch immer nicht aus, dafür schwimmen wir diese Disziplin einfach zu wenig. Aber das Training hat richtig viel Spaß gemacht, wir alle hatten viel zu lachen.

Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass vor Ort zahlreiche Profis anzutreffen sind. Sei es beim Laufen, Radfahren, Ausüben einer anderen Sportart oder einfach auf dem Gelände beim Entspannen (ja, auch Profis machen Pausen).

Auch wenn das Trainingslager körperlich anstrengend ist, für den Kopf ist es Erholung pur. Man musste nicht zusehen, wie man nach dem Training schnell zur Arbeit kommt, oder sich die dafür notwendige Zeit freischaufelt. Die Zeit für Sport war einfach da 🙂

 

 

Dezember 2017

Auch wir von der Trainerseite möchten einen kurzen Zwischenstand zu unserem Schützling Jurek abgeben. Wenn man es genau nimmt, sind ja erst wenige Wochen mit gemeinsamem Training vergangen. Von daher kann und sollte man noch keine zu großen Schlüsse über den Leistungsstand abgeben. Tatsache aber ist, dass Jurek eine so positive Lebens- und Trainingseinstellung hat, dass der Trainer eher als Bremse fungiert statt als Motivator. Jurek ist das Paradebeispiel für einen Sportler. Die Faktoren Kopf, Hand und Bauch sind einfach stimmig und somit machen das Training und die Vorbereitung auf das was da kommt halt nun mal Spaß – so einfach ist das!

1500m Test 12.12.17

Etwas zur aktuellen Trainingssituation: Was das läuferische angeht ist mittlerweile eine deutliche Verbesserung sichtbar, wobei wir hier die Entwicklung im Frühjahr etwas abwarten müssen. Entweder wird Jurek ein „guter Läufer“, oder er wird richtig schnell und das auch über eine lange Distanz – warten wir mal ab!

Beim Schwimmen läuft es aktuell ganz gut, wobei auch hier noch ein bisschen der „Rums“ rein muss. Was das genau bedeutet besprechen wir mal lieber mit Jurek persönlich 😉 Bei seinem aktuell ersten 30 Min. Test Anfang der Woche erzielte Jurek eine Distanz von genau 1730 m – das kann sich durchaus schon sehen lassen.

Im Januar besucht Jurek mit uns als WechselZone ein elftägiges Trainingslager auf Lanzarote, wo wir bei hoffentlich besseren Wetterbedingungen weiter an den Grundlagen arbeiten werden.

Also – alles in allem läuft es rund. Wir bleiben dran!

 

 

Dezember 2017

Der Winter ist da
Für einen Großteil der Menschen hat die ruhige und besinnliche Adventszeit begonnen, für uns geht die Arbeit an den Grundlagen weiter. Die letzten Wochen haben wir genutzt um die Technik beim Schwimmen weiter zu optimieren und beim Laufen die Körperspannung aufzubauen. Das Radtraining findet nun zuhause auf der Rolle statt, was teils recht monoton sein kann so ohne Fahrtwind, Kurven und andere Radfahrer, andererseits aber sehr effektiv ist, da man nicht durch Ampeln und Verkehr unterbrochen wird. Die Steuerung des Radtrainings, insbesondere im demnächst anstehenden Trainingslager auf Lanzarote, erfolgt auf Basis der vor zwei Wochen durchgeführten Spiroergometrie beim Kardiologen. Das war insbesondere am Anfang sehr ungewohnt, mit einer Maske überm Gesicht Rad zu fahren. Vor allem wenn es kurz im Gesicht juckt, hat man keine Möglichkeit sich zu kratzen. Von den zahlreichen Zahlen und Auswertungen war ich erstmal erschlagen, doch der Arzt attestierte mir eine exzellente körperliche Leistungsfähigkeit und zeigte mir die wichtigsten Parameter auf. Insbesondere die relativen Werte (auf mein Körpergewicht bezogen) sind auf einem sehr guten Niveau und eine optimale Ausgangslage für die nächsten Monate. Im Wasser steht nun der erste 30min-Test an und ich kann noch nicht so richtig einschätzen, was möglich ist. Ich weiß aber auch nicht, was Markus erwartet. Er hat sicher paar Zahlen im Kopf, macht ja ständig Notizen, und ich hoffe die Erwartungen zu erfüllen. Auch wenn es um nichts geht, man möchte doch bestmöglich dastehen. Vielleicht gelingt es, ihn positiv zu überraschen 🙂

 

Oktober 2017

Liebe Blog Interessenten,

ein weiterer Athlet stößt hier im Blog hinzu. Es handelt sich um Jurek Janiszewski, ein junger Mann aus Wiesbaden, der sich in den nächsten beiden Jahren u.a. damit beschäftigt, sich auf den Ironman in Frankfurt im Jahr 2019 vorzubereiten.

Wir als WechselZone können nach kurzer Zeit schon sagen, einen wirklich sehr sympathischen Typen kennengelernt zu haben und darum begleiten wir ihn auch wirklich sehr gerne hier in unserem Blog. Die Unterhaltung bei Jurek kommt sicher nicht zu kurz – viel Spaß dabei!
Wir wünschen Jurek auf seinem Weg alles Gute, viel Erfolg – wir werden Dich richtig rannehmen – alles wird gut!
Nachfolgend der erste Beitrag von Jurek

 

Projekt Ironman 2019 – Der Anfang

An einem verregneten Morgen fing mein Projekt Ironman 2019 an, ich traf mich mit Anne und Markus in einem Wiesbadener Café, und ihr Töchterchen Malou war auch dabei. Allzu viel muss ich dazu nicht sagen, es hat auf Anhieb gepasst, ein supersympathisches Team, ich fühlte mich wirklich wohl. Recht schnell waren die Rahmenbedingungen, Ziele und weiteren Schritte abgesteckt. Der Umfang dessen, was mir ‚WechselZone‘ bietet, übersteigt meine Erwartungen bei weitem. Ich dachte in erster Linie an Trainingspläne, vielleicht ein paar gemeinsame Trainings-Einheiten. Von wegen! Von Anfang an liegt der Fokus auf Einzelstunden und einer sehr intensiven Betreuung, dazu aber gleich mehr.

Es folgte eine Untersuchung beim Kardiologen (die ist Pflicht) und die ersten Schwimmeinheiten, inklusive Videoaufnahmen, Technikübungen für das Wassergefühl und einem 400m-Test. Zwei mal die Woche bin ich nun im Wasser, ich habe eine Bahn für mich alleine (!), dazu Markus als Trainer, der nur für mich da ist und nur selten den Blick abwendet. Inzwischen haben wir den zweiten 400m-Test hinter uns gebracht und bereits jetzt schwimme ich eine Minute schneller als noch vor wenigen Wochen. Das hätte ich nicht gedacht.

Gestern waren wir gemeinsam auf der Lauf-Bahn, ein 10km-Test stand auf dem Programm. Die Zeit war aber nicht das Entscheidende, es wurden in meinem Laufstil Baustellen identifiziert, von denen ich nicht mal ahnte, dass diese existieren. Es ist eben doch ein Unterschied, ob man einfach so für sich etwas laufen geht, oder das ganze professionell angeht. In den nächsten Wochen bzw. Monaten wird es also nicht darum gehen, einfach Laufpläne abzuarbeiten, sondern an der Technik zu feilen, Körperspannung aufzubauen, und das Ganze unter regelmäßiger Kontrolle von Anne und Markus.

Ich bin gespannt auf die nächste Zeit. Bisher habe ich Sport gemacht aus Freude draußen zu sein, mich zu bewegen, den Wind zu spüren. Nachdem ich einige Wettkämpfe absolvierte, allerdings ohne großen Anspruch auf eine schnelle Zielzeit, hat mich nun der Ehrgeiz gepackt, möglichst weit nach vorne zu kommen. Bisher war es nämlich so, dass man in den Ergebnislisten meinen Namen am schnellsten fand, wenn man diese von hinten durchgegangen ist. Das wird sich nun ändern, und ich werde diesen Blog hier nutzen, um regelmäßig über die Fortschritte und Rückschläge (hoffentlich nicht) zu berichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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